Monday, April 16, 2007

Yankees


Letzte Woche, zum Start der neuen Baseballsaison, hat uns Max zu einem Yankeespiel eingeladen. Es war mein erstes Yankeespiel - und eventuell auch mein letztes. Nein, ich kann mich nicht wirklich fuer Baseball begeistern. Und Stimmung? Na ja, die kommt von Zeit zu Zeit, jedoch ist das nicht mit einem Fussballspiel zu vergleichen. Geht alles viel gesitteter zu. Beim Baseball geht es mehr darum, Hotdogs zu essen, sich mit Leuten zu unterhalten, und ja, da ist ab und zu noch ein wenig Sport anzuschauen. Hat alles eben mehr die Atmosphaere eines Picknicks. Trotzdem ein Erlebnis, auch wenn wir bitter gefrohren haben. Es scheinte, und schneite und... und nun ist der Schnee von Regenstuermen abgeloest. Brrrrr. Ach ja, die Yankees verloren gegen Baltimore mit 4:6, aber wen interessiert das?

Sunday, June 01, 2008

Baseball und Paraden


Shea Stadium, das Stadion der New Yorker Mets, wird nach dieser Saison abgerissen. Daneben wird momentan die neue Arena, nach dem Hauptsponsor Citibank benannt, errichtet. Da ich noch nie im Shea Stadium war, wollte ich es mir anschauen, bevor es abgerissen wird. Es war mein drittes Baseballspiel in New York, nachdem ich 2005 schon die Brooklyn Cyclones, und letztes Jahr die Yankees sah, die ebenfalls ein neues Stadion bekommen.
Die Mets, mit der 7 einfach bis tief in den Osten von Queens fahren und dann ist man da, hatten dieses Jahr ein "Celebrate Israel at 60" Thema fuer das Spiel am Donnerstag, was lediglich hiess, dass es koschere Hotdogs gab und nach dem fuenften Wechsel ein Film gezeigt wurde, in dem Prominente wie Michael Douglas Israel alles Gute zum 60. Geburtstag wuenschten. Also eine gute Ausrede, sich ein Mets Spiel anzuschauen, zumal der Gegner die Dodgers aus LA waren, die ja urspruenglich aus Brooklyn kamen und nach wie vor eine Legende sind.
Apropos Israel at 60. Ich muss gleich los, denn heute fotografiere ich die Israel Parade, die groesste Parade zum 60. Geburtstag Israel ausserhalb von Israel selbst, aber davon wohl ein anderes Mal.

Friday, October 13, 2006

September im Oktober

Als am Mittwoch ein Flugzeug in ein Hochhaus auf der 72. Strasse flog, herrschte fuer einen Moment in New York Angst. Ploetzlich war es im Oktober wieder September und man dachte an die Anschlaege vom 2001. Ich erfuhr von dem Unfall durch meinen israelischen Mitarbeiter Barak, der einen Anruf von seiner Frau bekam, die gerade auf dem Nachhauseweg war, als sie das Flugzeug in das Wohnhaus fliegen sah, in dem sie lebt. Da Barak Israeli ist und (leider) Terror gewohnt ist, reagierte er gelassen. Seine einzige Frage ist, wie es denn moeglich sei, dass ein Flugzeug einfach in ein Wohnhaus fliegen kann, nur ein paar Wochen nachdem man zum fuenften Jahrestag des 11. September bekundete, dass so etwas nie wieder vorkommen soll und darf. Zum Glueck stellte sich raus, dass es nur ein Unfall war, jedoch stellt sich die Frage, was passiert waere, wenn es ein Terrorist gewesen weaere, der das Flugzeug mit Sprengstoff gefuellt haette und in eines der Energiekraftwerke geflogen waere. Kein schoener Gedanke. Doch diese Frage stellt man sich nicht, denn da es sich bei dem Piloten um einen Baseballspieler der Yankees handelte, geht es nur noch um das traurige Ende einer Sportlegende. Vielleicht ist das auch ein Weg, mit Terrorgefahr zu leben. Gut, dass wir in Queens leben, denn hierhin verirrt sich normalerweise kein Yankeespieler, nicht einmal mit dem Flugzeug.

Monday, August 15, 2005

Baseball

Auch meinem Weg zum besseren Verstaendnis Amerikas habe ich einen neuen Level erreicht. Ich sah am Freitag mein erstes Baseballspiel "live". Nein, nicht die New York Yankees, die jeder kennt und die so verhasst sind, wie die Muenchener Bayern, nein, auch nicht die Mets in Queens, sondern wir sahen die Brooklyn Cyclones. Wenn schon, denn schon. Die Cyclones spielen in Coney Island, und da Freitags in Coney Feuerwerk auf dem Programm steht, konnte man die beruehmten zwei Fliegen mit einer Klatsche erledigen.
Ich hatte zuvor schon mal in Baseballspiel im Fernsehen hineingeschaut, doch mich nicht besonders begeistern koennen. Das Liveerlebnis ist nicht gerade besser. Irgendwie ist Baseball so ein "Nichtsport". Wer jemals die Atmosphaere eines Fussballstadions geschnuppert hat, wird sich wundern, wie es im Baseballstadium vor sich geht, denn eigentlich interessiert sich niemand so recht fuer das Spiel. Man isst Hotdogs, trinkt Bier, quatscht mit Freunden und schaut ab und zu auf das Spielfeld, wo weniger Bewegung stattfindet als auf den Raengen.
Und dann ist es irgendwann vorbei, man hat gerade sein Bier getrunken und die Anzeigetafel sagt einem, dass es 2:1 ausgegangen ist. Die Cyclones gewannen in einem Spiel ohne Hoehepunkte, doch dafuer hatte man ja das Feuerwerk. Und trotzdem, ich wuerde es jeder Zeit nochmal machen. Ist schliesslich ein real American experience.